Wohnen in Hamburg

Nutzungsgebühren: Auch in bewegten Zeiten bezahlbar wohnen 

Bezahlbares Wohnen für unsere Mitglieder zu sichern, gehört zum Kernauftrag der buchdrucker. Diesem Anspruch fühlen wir uns verpflichtet. Gleichzeitig haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Nutzungsgebühren im Vergleich zur Inflation

Zwischen 2021 und 2025 sind die Lebenshaltungskosten (Inflation) um 22,7 Prozent gestiegen. Noch stärker verteuerten sich Bau- und Handwerkerleistungen. Hier lag der Anstieg bei 51,3 Prozent. Diese sogenannte „Bauflation“ trifft die Wohnungswirtschaft besonders hart. Andererseits sind die Mieteinnahmen bei den buchdruckern – unsere einzige Einnahmequelle – im selben Zeitraum mit rund 14,6 Prozent deutlich langsamer gestiegen.

Unser Wohnungsbestand wird jedoch älter, viele Gebäude müssen instandgesetzt und Schritt für Schritt energetisch modernisiert werden. Auch die Klimaziele in Hamburg wurden weiter verschärft: Sie müssen nach dem Hamburger Klimaentscheid im vergangenen Jahr bereits 2040 statt 2045 erreicht werden. Für die buchdrucker bedeutet das, dass notwendige Investitionen in Wärmedämmung, moderne Heizungstechnik und klimafreundliche Energieversorgung früher und unter schwierigeren Bedingungen umgesetzt werden müssen. Steigende Nachfrage und begrenzte Kapazitäten im Baugewerbe lassen weitere Kostensteigerungen erwarten.

Vor diesem Hintergrund sind regelmäßige moderate Anpassungen der Nutzungsgebühr notwendig. Sie dienen nicht dazu, Gewinne zu maximieren, sondern dazu, die Wohnqualität zu erhalten, den Wohnungsbestand fit für die Zukunft zu machen und die Klimaschutzauflagen zu erfüllen. Maßnahmen wie Wärmedämmung oder die Umstellung auf regenerative Energien helfen dabei, den Energieverbrauch zu senken, Heizkosten zu dämpfen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Trotz der angespannten Lage bleiben die Mieten der buchdrucker moderat: Für mehr als 1.200 Wohnungen von unseren insgesamt 1.900 Wohnungen liegt die ­Nutzungsgebühr unter 8 Euro pro Quadratmeter. Die Durchschnittsmiete der buchdrucker beträgt 7,73 Euro und damit deutlich weniger als die durchschnitt­liche Miete laut aktuellem Mietenspiegel von 9,94 Euro.

Auch bei der Energieversorgung handelt die Genossenschaft vorausschauend. Für Wohnungen mit Gasversorgung ist der Gaspreis bis Ende 2029 in den einzelnen Jahren für 3,5 bis 5,3 Cent pro Kilowattstunde bereits vertraglich gesichert. Gleichzeitig entfallen inzwischen bereits rund 12 Prozent der Energierechnung auf die CO2-Abgabe. Das zeigt, wie wichtig die schrittweise Umstellung auf regenerative Energien ist. Wo es möglich ist, werden Wohnanlagen daher an das Fernwärmenetz anschlossen. Auch das ist mit hohen, jeweils sechsstelligen Investitionen verbunden. Dennoch ist es ein wichtiger Schritt, um den Wohnungsbestand langfristig sicher und klimafreundlich aufzustellen.

Foto: AdobeStock Natali Mis

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