Geschäftsstelle für Publikumsverkehr geschlossen!

Mehr Infos finden Sie hier.

Wohnen in Hamburg

Alte Heimat im neuen Glanz

Die Wohnungen sind bezogen, die Fassaden strahlen, nur noch die Grünflächen sehen nach Baustelle aus: Das Neubau-Quartier Hinter der Lieth in Lokstedt ist fertig. Altmieter Norbert Schmidt und Neu-Nachbarin Jessica Martens erzählen, wie sie sich in ihrem neuen Zuhause in Lokstedt einrichten und von den buchdruckern während der Bauphase betreut wurden.

So richtig loslassen konnte Norbert Schmidt nie. Immer wieder fuhr er mit dem Rad von Barmbek nach Lokstedt, fotografierte die Abrissarbeiten, die Baugruben, den Rohbau, den fertigen Dachstuhl. Von Anfang an war für den Programmierer klar, dass er wieder zurückzieht, sobald die Neubauten im buchdrucker-Quartier Hinter der Lieth 4-10 fertig sind. Im November 2019 stand Norbert Schmidt schließlich das erste Mal in seiner neuen Dachgeschosswohnung. „Das war ein Gänsehautmoment“, erinnert sich der 55-Jährige. Vorher kannte er nur den Grundriss: zwei Zimmer, 57 Quadratmeter und endlich ein eigener Balkon.

Eine große Investition in attraktiver Lage
Auch für die Genossenschaft ist das Projekt etwas Besonderes. „Wir bauen hier zum ersten Mal in der 90-jährigen Geschichte der buchdrucker ein Objekt komplett zurück und neu“, sagt Vorstandsmitglied Mathias Kalff. Wo früher fünf Mehrfamilienhäuser mit 50 Wohnungen standen, sind nun sechs neue, dreigeschossige Wohngebäude mit 78 modernen und hochwertig ausgestatteten Wohnungen fertiggestellt. Zu den Modernisierungen gehören gedämmte Außenwände, Schallschutzverglasung, kontrollierte Be- und Entlüftung, ein Blockheizkraftwerk im Keller und Solarzellen auf den Dächern von drei Gebäuden. 14 Millionen Euro investierten die buchdrucker an diesem attraktiven Wohnstandort, der nur wenige Gehminuten entfernt von der U-Bahnstation Hagendeel und dem Amsinckpark liegt. Rund 14 Monate dauerte es von den Abrissarbeiten im November 2018 bis zur Fertigstellung.

Ein starkes Miteinander
Als die Baugenossenschaft 2009 mit der Planung zur Neugestaltung des Quartiers begann und die Bewohner informierte, war das für Norbert Schmidt erstmal ein Schock. Doch als der Vorstand im Frühjahr 2015 die Planungen bei einer Mitgliederversammlung vorstellte, war für ihn schnell klar, dass er vom Erstbezugsrecht für Rückkehrer Gebrauch macht. Die schlechte Bausubstanz und die Vision eines modernisierten Quartiers überzeugten ihn von dem Vorhaben. Der Entwurf der Neubauten orientierte sich am Look der alten Fassaden, mit modernen Grundrissen, energieeffizienter Bauweise und hochwertiger Ausstattung. Bei der Suche nach einer zeitweiligen Ersatzwohnung halfen ihm Florentine Witte und Sabrina Loch aus der Vermietungsabteilung der buchdrucker. Sie waren stets ansprechbar für Fragen und Sorgen rund um das Bauprojekt. „Ich konnte mir aus mehreren Angeboten etwas aussuchen“, sagt Schmidt. Auch sonst fühlt sich der Programmierer von den buchdruckern gut unterstützt und an den Planungen seiner neuen Wohnung beteiligt. „Ich wurde zum Beispiel gefragt, welchen Fußboden ich möchte und konnte bei der Küchenplanung mitentscheiden“, erzählt das buchdrucker-Mitglied. Die Umzugskosten übernahm die Genossenschaft. Während der Bauphase informierten die buchdrucker die Rückkehrer regelmäßig über den aktuellen Stand und halfen Mitgliedern und Mietern mit Zeitmietverträgen tatkräftig bei der Suche nach Ausweichwohnungen.

Die Wohnungen waren sofort nachgefragt
„Das Interesse an den Neubauwohnungen war riesig und alle waren sehr gespannt auf ihre Wohnung“, erinnert sich Sabrina Loch. Angesichts der zentralen und grünen Lage kein Wunder. Zudem ist ein Teil der Wohnungen öffentlich gefördert. Da sich das Grundstück im Eigentum der buchdrucker befindet, sind die Mieten im Neubauquartier vergleichsweise günstig. Zum Richtfest im Juli 2019 kamen viele zukünftige Mieter und platzten vor Neugier, die drei Musterwohnungen zu sehen. „Die meisten hätten am liebsten gleich auf der Baustelle angefangen, die Wände auszumessen. Da gab es schon Gespräche darüber, wo mal der Schrank stehen soll“, erzählt Mathias Kalff.
Ein bisschen Baustelle ist das Quartier noch. Zwar wurde der alte Baumbestand erhalten, doch die Grünflächen zwischen den Gebäuden müssen noch wachsen. Und immer mal wieder dreht ein Bagger eine Runde auf dem Gelände. Über letzteres freut sich besonders Jessica Martens mit ihrer Familie. „Wir drücken uns jeden Tag die Nasen platt“, erzählt die 33-Jährige. Seit ihrem Einzug mit Mann und Kind ruft ihre 14 Monate alte Tochter begeistert „Ba“, sobald das Baustellenfahrzeug an ihrer neuen Erdgeschosswohnung vorbeifährt. Seit dem ersten Februar wohnt sie mit Mann und Kind in Lokstedt, ihre Eltern wohnen zwei Hauseingänge weiter.

Endlich wieder zu Hause 
„Ich bin hier aufgewachsen, genauso wie mein Vater“, erzählt Jessica Martens. Als Familie Martens den Imagefilm für das Neuprojekt sah, entschieden sie, sich um eine Wohnung zu bewerben. „Es ist so schön, wieder zu Hause zu sein“, sagt sie. Zuletzt hat sie mit der Familie in Ottensen gewohnt, jetzt genießt sie, in den Straßen und Parks ihrer Kindheit mit Hund und Baby spazieren zu gehen. Immer war sie dem buchdrucker-Quartier verbunden, mindestens einmal die Woche besuchte sie ihre Eltern in Lokstedt zum Skat spielen. Als Familie Martens schließlich das erste Mal ihre neue Erdgeschosswohnung betrat, kam sie aus dem Staunen nicht mehr raus. Dreieinhalb Zimmer, 90 Quadratmeter, eine Terrasse „und so viel Platz! Wir laufen immer noch baff durch die Wohnung und rufen ‚wo bist du‘“, erzählt Jessica Martens lachend. Die Sängerin schwärmt von dem großen Bad, der hochwertigen Küche, dem Parkett – „es stimmt einfach alles.“

Kleine Mängel, große Begeisterung
Auch Hausmeister Uwe Mecklenburg ist von dem Neubauquartier begeistert: Seit 2010 betreut er die Objekte für die buchdrucker, kümmert sich um Instandhaltungen und Reparaturen und hat ein offenes Ohr für die Bewohner. „Mir ist das hier sehr ans Herz gewachsen und jetzt die große Freude der Neu- und Altmieter bei den Wohnungsübergaben zu sehen, ist toll“, sagt er. Natürlich gebe es hier und da noch kleinere Mängel, die erst nach einem Einzug auffallen. Doch die Stimmung sei gut. „Herr Mecklenburg ist viel im Einsatz und zeigt den Bewohnern die letzten Details“, erzählt Sabrina Loch. Gemeinsam mit ihrem Hausmeister-Kollegen Carsten Harm und Florentine Witte haben sie alle Wohnungen übergeben. Während Norbert Schmidt in der Vorweihnachtszeit seine Umzugskisten aus der Barmbeker Übergangswohnung nach Lokstedt brachte, Wände vermaß, Möbel rückte und sein Geschirr in die neuen Küchenschränke einräumte, sah er immer mehr neue und alte Nachbarn einziehen. Nach und nach machten die Handwerker den Innenausbau der restlichen fünf Häuser fertig. „Seit heute klebt keine Schutzfolie mehr im Treppenhaus“, freut sich Norbert Schmidt an einem verregneten Tag Anfang Februar. Er ist seit 37 Jahren buchdrucker- Mitglied. 1986 zog er in die Straße Hinter der Lieth, ins Haus 8b. „Es ist richtig schön, wieder hier zu sein“, sagt er. Schmidt ist in Lokstedt groß geworden, er mag den dörflichen Charakter, das viele Grün, die Nähe zur Innenstadt – selbst die Flugzeuge, die regelmäßig über den Stadtteil fliegen, hat er in seiner Barmbeker Übergangswohnung vermisst. Jetzt genießt er es, anzukommen, sich nach und nach neu einzurichten und mit früheren Nachbarn wieder Tür an Tür zu wohnen.

Wohnen in Hamburg

Finden Sie hier aktuelle Angebote

Geschäfts­stelle

Baugenossenschaft der Buchdrucker eG
Steilshooper Straße 94
22305 Hamburg
Tel. 040 697081-0
Fax 040 697081-24
E-Mail

Vorrübergehend geschlossen!

Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch, Donnerstag
09.00 bis 16.00 Uhr
Dienstag
09.00 bis 17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Im Notfall

Bei Notfällen (beispielsweise einem Wasserrohrbruch) in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Wohngebäude außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich umgehend an unsere Notdienstzentrale. 

Notdienst-Rufnummer 
040 345110