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Aktuelles

"Eines Tages in meiner Straße"

Preisverleihung am 23.08.2011 von 18.00 – 19.00 Uhr in der Bücherhalle Barmbek

 

Bis zum 29. Juni trafen Geschichten ein – über 150 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am 3. Schreibwettbewerb, gemeinsam veranstaltet von der Baugenossenschaft der Buchdrucker eG und der Bücherhalle Barmbek. Nach „Ein Haus erzählt“ (2009) und „Mein Hof, der lebt“ (2010) hieß es 2011 „Eines Tages in meiner Straße“.

Mit der Idee zum ersten Schreibwettbewerb im Jahr 2009, verband Frank Seeger, Vorstand der Baugenossenschaft, auch den Wunsch, aus den Beiträgen Anregungen für die Arbeit der Baugenossenschaft zu erhalten. In den geschriebenen, gesungenen und gemalten Beiträgen fand er zunächst vor allem ganz viel Freude am Umgang mit der Sprache. Die weitere Erkenntnis: "Wohnen hat ganz viel mit Gefühl zu tun, denn in den Wohnungen leben Menschen, die lieben, streiten, sich versöhnen und lachen". Dies wird in künftigen Planungen sicher noch mehr als bisher im Fokus stehen.


Zur Jury gehörte Frank Seeger, der Leiter der Bücherhalle Joachim von Elsner, sowie Mitarbeiterin Anne Vowinckel und die Hamburger Journalistin und Autorin Bärbel Wegner. Einige Schulklassen hatten sich beteiligt, aber vor allem trafen viele Einzeleinsendungen ein, teils handschriftlich und illustriert und persönlich abgegeben, teils im PC geschrieben und per Post oder Mail gesendet.

Die drei Gewinnerinnen Kiara Velleuer (1. Platz), Maria Weingärtner (2. Platz) und Karla E. (3. Platz) lasen dem gespannten Publikum, rund 80 Kinder und Erwachsene waren in die Bücherhalle gekommen, aus ihren Geschichten vor. Anschließend wurde die Preise überreicht und alle Kinder, die Teil genommen hatten, erhielten eine Urkunde.

Die Geschichte von Kiara Velleuer (15 Jahre) beginnt mit dem Satz: "Eines Tages in meiner Straße sah ich den Held meiner Kindheit." Ein junger Mann namens Tim meint in einem Obdachlosen, der in einem Mülleimer nach Essbarem sucht, den Fischer Klaus, der der Held seiner Kindheit war, zu erkennen und erzählt die Geschichte dieser Begegnung mit einem „Outsider“ der Gesellschaft. Kiara dazu: „Meine Mutter hat den Flyer mitgebracht, ich hatte sofort Lust dazu, mitzumachen. Ich bin in einem Schreibkurs und schreibe viele Geschichten. Das Thema „Straße“ hat mir gefallen, es geht jeden an, weil jeder etwas in seiner Straße erlebt. Meine Straße ist wichtig für mich.“

In der Geschichte von Maria Weingärtner (13 Jahre) entführen zwei rosa und blaue Aliens ein Mädchen in eine Parallelwelt. Das Mädchen hat morgens einen Streit mit ihrer Mutter. Als dabei eine Untertasse zerbricht, entwickelt sich plötzlich starker Rauch und die Aliens kommen... Maria dazu: „Ich hatte ziemlich viele Ideen auf einmal. Ich schreibe viel, möchte gern Autorin oder Drehbuchschreiberin werden. Was ich an einer Wohnung wichtig finde? Man muss sich gut fühlen in einer Wohnung. Und in einer Straße. Das ist meistens in der eigenen Straße der Fall.“

Die 8 jährige Karla E. hat eine lustige Geschichte über Missverständnisse mit Feuerwehr und Polizei geschrieben, die die Zuhörer schmunzeln ließ: „Eines Tages in meiner Straße ging ein Rauchmelder an. Alle rannten raus, aber es war ein Fehlalarm. Da kam auch schon die Feuerwehr und wir mussten Strafe zahlen. In der Zeit breitete sich wirklich ein Feuer aus, als wir das bemerkten, war die Feuerwehr schon weg. Also musste man sie noch einmal rufen, aber sie glaubte uns nicht – wie doof!“ Karla dazu: „Ich schreibe gern. Mir ist viel eingefallen zum Thema Straße und dann habe ich einfach drauflos geschrieben. Wir sind gerade umgezogen, aber in unserer früheren Wohnung ist auch mal der Rauchmelder angegangen.“

Für die unterhaltsamen Beiträge ernteten die Nachwuchsschriftstellerinnen verdienten Beifall. Es folgte die Preisverleihung. Karla erhielt den 3. Preis, einen Gutschein für ein Buchpaket. Maria bekam den 2. Preis, einen E-Book-Reader und der 1. Preis, ein i-Pad, ging an Kiara. Die restlichen sieben Preise, die Teilnahme an einem Schreib-Workshop, wurden vergeben an: Jan Nicklas L., Leon Claus, Leona Klanck, Finn S., Pia G., Jana Hagemann, Gwendolyn E.

Die Schreibwettbewerbe sind damit abgeschlossen. Frank Seeger informierte, dass eine Auswahl aus den Geschichten aller drei Wettbewerbe noch in diesem Jahr in einem Buch veröffentlicht wird. Diese Nachricht wurde mit lautstarkem Beifall aufgenommen.

Das letzte Wort hatte Herr von Elsner: "Auch wenn dies der letzte Schreibwettbewerb in Kooperation mit der Baugenossenschaft der Buchdrucker war, gibt es bereits viele neue Ideen und Überlegungen für gemeinsame Projekte. Um einen bekannten Kinderbuchtitel zu zitieren: Wir können noch viel zusammen machen!"



 
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